Halloween: Der Tag, der von Untoten, Rüben und einem Pakt mit dem Teufel geprägt wurde

Ein Großteil der Menschheit nimmt an, dass Halloween rein amerikanischen Ursprungs ist. Tatsächlich ist dieser Feiertag jedoch auf eine keltische Tradition zurückzuführen, die bereits im fünften Jahrhundert vor Christus existierte. Dieser heidnische Brauch wurde später durch die Römer christianisiert und gelangte schließlich durch irische Immigranten im 19. Jahrhundert in die USA.

Anfang der 90er Jahre hat Halloween in seiner uns heute bekannten amerikanisierten Form den Weg zurück nach Europa gefunden – und zwar in ausgesprochen populärer Manier: In den vergangenen Jahren feierten ca. 70% der Deutschen Halloween.* Dieser stark ausgeprägte Halloween-Trubel geht oft mit dem Verlust der Kenntnis über die verschiedenen Halloween-Bräuche einher.

Wer von uns, die sich einen Kürbis auf die Fensterbank stellen, wissen eigentlich um den Grund hierfür? Und wissen Ihre Kinder, wieso sie sich Gruselkostüme überstülpen, Nachbarn erschrecken und dafür auch noch Süßes bekommen sollen?  Nein?  Genau deshalb haben wir unsere Kürbis-Laternen dieses Jahr ein bisschen früher ausgepackt, um die Geschichte von Halloween näher zu beleuchten.

 

Die Kostüme

Das Jahr wurde zur Zeit der Kelten in nur zwei Jahreszeiten unterteilt: Sommer und Winter. Den besonderen, zwischen den beiden Jahreszeiten liegenden Wendepunkt feierte die keltische Bevölkerung in der Nacht des einunddreißigsten Oktobers. Dieses Fest, das Samhain, vermerkte nicht allein das Ende des Sommers, sondern eben auch das Ende des Jahres sowie der fruchtbaren Erntezeit. Laut keltischer Tradition war es die einzige Nacht des Jahres, in der es den Toten möglich war, aufzuerstehen und unter den Lebenden zu wandeln – mit dem Ziel, eine Seele der Lebenden zu rauben, um ewiges Leben zu erlangen.

Zum Schutz vor den Untoten zogen die Kelten angsteinflößende Masken und Kostüme an. Diese Verkleidung sollte die Geister derart verschrecken, dass sie sich nicht in die Nähe der Lebenden trauten. Diese Tradition des Verkleidens ist noch bis in unsere Zeit erhalten geblieben. Neben traditionellen Kostümen wie Hexen, Teufel und Geister sind auch eine Vielzahl durch amerikanische Filme inspirierte Kostüme wie Monster und Vampire sehr beliebt. In den letzten Jahren genießen aufgrund der weit verbreiteten amerikanischen Serie The Walking Dead zudem Zombie-Kostüme eine sehr hohe Popularität.

 

Der Name

Der Name Halloween findet seine Wurzeln in der römischen Geschichte. Im neunten Jahrhundert nach Christus eroberten die Römer keltische Territorien und übernahmen einige der lokalen Bräuche, die sie jedoch verchristlichten. So erließ der damals amtierende römische Papst den christlichen Feiertag der Allerheiligen am ersten November (auf Schottisch All Hallows‘ Day), der von All Hallows‘ Eve, dem Abend der Allerheiligen, eingeleitet wurde. Mit der Zeit wurde All Hallows‘ Eve im alltäglichen Sprachgebrauch zu Halloween abgekürzt.

 

Der Kürbisbrauch

Der Kürbisbrauch war zunächst eigentlich ein…. Rübenbrauch. Er hat seinen Ursprung in einer irischen Erzählung über einen trinklustigen und trickreichen Mann namens Jack, dem es gelang, den Teufel zu überlisten. Dieser lockte den Teufel auf einen Baum und schnitzte geschwind ein Kreuz in die Baumrinde, so dass der Teufel nicht mehr auf die Erde zurückkehren konnte. Der verärgerte Teufel musste Jack daraufhin versprechen, ihm nie wieder Angst einzujagen, wenn dieser ihm im Gegenzug half, vom Baum herabzusteigen.    

Als Jack eines Tages starb, wurde ihm aufgrund seines Pakts mit dem Teufel der Eintritt in den Himmel und in die Hölle verweigert. Stattdessen erhielt er vom Teufel eine ausgehöhlte Rübe, in die glühende Kohle gelegt waren. Diese sollte von nun an Jacks ewigwährende Wanderung durch die Weltfinsternis beleuchten.

Als die Iren nach Amerika kamen, wo Rüben nicht sehr verbreitet waren, wurden diese zur Herstellung der Laterne durch Kürbisse ersetzt. Zu Ehren Jacks wurden diese Kürbis-Laternen Jack o‘Lantern genannt.

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Der Trick or Treat – Brauch (Süßes sonst gibt‘s Saures)

Am zweiten November, dem Allerseelen-Tag, war es Brauchtum, in Irland und England Soul Cake (Engl. für Seelenkuchen) zu backen: kleine, runde Küchlein, die als Seelen bezeichnet wurden. An diesem Tag gingen Bedürftige und insbesondere notleidende Kinder von Tür zu Tür, um diese Seelenkuchen zu erbetteln. Im Gegenzug versprachen sie, für die Seelen der verstorbenen Angehörigen der Wohltäter zu beten.

Diese Tradition ist in ihrer abgewandelten Form im heutigen Trick or Treat –Brauch zu erkennen: verkleidete Kinder mit ausgehöhlten Kürbissen, die an Haustüren klopfen und für ein paar Sprüche oder Lieder Süßigkeiten bekommen. Die begrüßende Phrase Trick or Treat bedeutet, dass falls der Hausbesitzer kein treat zu geben hat (aus dem Engl. kleine Verwöhnung), die Kinder Streiche (trick) spielen werden.

In Deutschland spielen an Halloween allerdings nicht nur Kinder Streiche: Ein Viertel der Deutschen, bei denen am 31.10. an der Tür geklingelt wurde, gaben schon mal vor, gar nicht zu Hause zu sein.**

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*Quelle: Statista.de

**Quelle: deals.com