False Friend – oder warum Schweden abends in der Kneipe Öl bestellen

Andere Länder, andere Sitten: mit diesem Gedanken sind wir mittlerweile alle vertraut. Aber… andere Länder, bekannt klingende Wörter, jedoch mit ganz anderen Bedeutungen, das Konzept ist doch noch nicht allen bekannt. Die sogenannten „falschen Freunde“ (aus dem engl. false friends) sind Wörter aus unterschiedlichen Sprachen, die vom Klang her gleich sind, sich jedoch von der Bedeutung her unterscheiden.

Und diese können schon zu einigen Missverständnissen führen.

Wir präsentieren Ihnen die wahrscheinlich unterhaltsamste Liste der false friends:

Dass die Schweden

Dass die Schweden in einer Bar ein „Glas Öl“ bestellen, liegt nicht daran, dass sie nach dem langen dunklen Winter etwas eingerostet sind, sondern daran, dass öl dort Bier heißt. Und wenn dementsprechend ein Schwede „Backöl“ kauft, hat er nicht unbedingt vor zu kochen, sondern tatsächlich zu trinken; und zwar jede Menge. Denn back öl heißt auf Schwedisch eine Kiste Bier.

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Wenn die Nordmänner gerne Öl in Bars bestellen, dann sind das bei den Südländern die Infusionen. Leiden sie alle an Blutmangel? Nicht wirklich! Denn Infusion heißt auf Spanisch Kräutertee. So unterscheidet man zwischen dem Begriff , der sich nur auf Schwarz- und Grüntee bezieht, und dem der infusión, der so viel wie Aufguss oder Kräutertee bedeutet.

Dass die Schweden

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Und wenn wir schon beim Thema Speisen und Getränke sind: Die äppelkaka, die man so gerne in Schweden isst, ist nichts anderes als Apfelkuchen. Da hätte ihnen doch ein appetitlicheres Wort dafür einfallen können…

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Wer in Frankreich ein Verkehrszeichen mit der Aussage „Sauf Bus“ sieht, sollte sich nicht allzu schnell freuen. Hiermit ist kein Karnevalswagen, der sich leicht verfahren hat, gemeint, sondern das Zufahrtsverbot für Busse. Denn sauf bus bedeutet wortwörtlich „außer Bus“.

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Wenn ein Engländer Ihnen Payback verspricht, dann handelt es sich dabei leider nicht um nette Punkte, mit denen man sich später irgendwas kaufen kann. Nein, in diesem Fall sollten Sie lieber überprüfen ob Sie nicht zufällig irgendwann mal seine Freundin ausgespannt oder unwissend seine Mutter beleidigt haben. Denn das, was er Ihnen verspricht, ist nichts anderes als ein Racheakt.

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Wenn Sie von einem Amerikaner zu einem Public Viewing eingeladen werden, sollten Sie lieber aufs Bier und die deutsche Fahne verzichten. Denn auf Englisch heißt public viewing „öffentliche Leichenschau“. Also doch lieber die Fahne durch ein Taschentuch ersetzen.

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Wenn wir schon in Amerika sind: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie zu Ihrem Happy Meal bei McDonald´s ein preservative bekommen. Das liegt nicht an der Freizügigkeit der amerikanischen Gesellschaft, sondern an der Tatsache, dass dort preservative ein weiteres Wort für Marmelade ist (preservative heißt eigentlich Konservierungsmittel, und daher wird auch Marmelade, die aus konservierten Früchten besteht, so genannt).

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In Schweden ist bestimmt schon mehr als ein feinfühliges Fräulein in Ohnmacht gefallen, als sie von einem ja angeblich so wohlerzogenen Schweden unverblümt die folgende Frage hörte: „vill du fika?“ Das liebe Fräulein sollte sich aber nicht erschrecken, denn fika bedeutet auf Schwedisch nichts anderes als Kaffee trinken. Dementsprechend will er nur… einen Kaffee trinken!

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Um bei dem nordischen Austausch von Zärtlichkeiten zu bleiben: Sollte Ihnen ein Däne mal ganz liebevoll sagen, dass Sie „blöde Kinder“ haben, seien Sie ihm nicht böse, schließlich sagt er Ihnen nur, dass Sie sanfte Wangen haben. Denn blød heißt auf Dänisch sanft und kinder sind Wangen. Wirklich!!!

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